• Anästhesie und Intensivmedizin - Das Konzept
  • Anästhesie
  • Postoperative Schmerztherapie
  • Intensivmedizin

Im Krankenhaus Tabea erwartet unsere Patienten eine hohe Qualität an professioneller, medizinischer Betreuung. Angefangen beim individuellen und ausführlichen Prämedikationsgespräch über eine sanfte Narkose bis zur postoperativen Schmerztherapie sollen unsere Patienten so wenig Belastung wie möglich erfahren. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, setzen wir neben einem im Juli 2010 komplett modernisierten Narkosemonitoring auch alle modernen und gängigen Narkoseverfahren ein. Ferner sind wir eines der wenigen Norddeutschen Krankenhäuser, in dem die Narkosetiefe bei Vollnarkosen mittels kontinuierlichem Neuromonitoring (BIS- Bispectral Index) als Standard überwacht wird.

Die Anästhesie Zentrum Hamburg GmbH ist ein innovatives, medizinisches Logistikunternehmen mit Schwerpunkt im perioperativen Bereich, das sein Leistungsspektrum Krankenhausträger-übergeordnet anbietet. Wir versorgen zurzeit nicht nur das Tabea Krankenhaus der Artemed GmbH, sondern auch das Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf mit einem autark geleiteten, ambulanten Operationszentrum.

Auch der OP und die Intensivstation des Krankenhauses Groß-Sand in Wilhelmsburg mit dem kompletten anästhesiologischen Sicherstellungsauftrag gehören neben weiteren Kooperationen z. B. in der Herzchirurgie zu unseren Aufgabengebieten. Hierzu gehören anästhesiologisches und intensivmedizinisches Fachpersonal im ärztlichen Bereich und der Pflege, die komplette Anästhesie- und teilweise OP-Geräteausstattung und OP-Schwestern und – Pfleger.

Herr Dr. med. Peter J. Dietrich hat als ehemaliger Chefarzt des Krankenhauses Tabea und jetziger Geschäftsführer der AZH GmbH dieses Konzept umgesetzt.

Im Vordergrund steht insbesondere Ihre Sicherheit aber auch der Komfort, den die heutigen modernen Narkoseverfahren ermöglichen, um den Eingriff für Sie möglichst unbelastend gewährleisten zu können.

In einem Narkosevor- dem sogenannten Prämedikationsgespräch unterhalten Sie sich mit Ihrem Anästhesisten über Ihre spezielle, individuelle Narkoseform, Nüchternheit, ggf. weitergeführte Medikation und Ihre persönlichen Wünsche und Vorlieben an eine Narkose. Eine Risikoaufklärung gehört selbstverständlich dazu.

Für ambulante Operationen kann dieses Prämedikationsgespräch unter unserer Telefonnummer

040-689 899 922 terminlich vereinbart werden. Sie können mit unserer Hilfe entscheiden, ob Sie uns vor dem Operationstermin persönlich im Krankenhaus Tabea kennenlernen möchten oder dieses Gespräch telefonisch mit dem Anästhesisten erfolgt, wenn es sich um einen ambulanten Eingriff handelt.

Alle stationären Patienten werden von uns am Vortag der Operation in ihrem Zimmer auf der Station aufgesucht, damit sie in Ruhe über ihre Narkose informiert und aufgeklärt werden können. Auch für die stationären Patienten bieten wir im Tabea präoperativ eine Sprechstunde jeden Mittwoch zwischen 11:00 und 13:00 Uhr und Freitag zwischen 12:00 und 14:00 Uhr an.

Im Krankenhaus Tabea bieten wir sämtliche modernen Narkoseverfahren an. Folgend haben wir Ihnen die häufig angewendeten Standardverfahren aufgeführt:

1. Allgemeinanästhesie

Die Allgemeinanästhesie schaltet Ihr Bewusstsein und Schmerzempfinden im ganzen Körper aus. Sie befinden sich von Anfang bis Ende der Narkose in einem schlafähnlichen Zustand.

Zur Narkose wird meist eine Kombination von Medikamenten eingesetzt. Es handelt sich somit um eine total intravenöse Anästhesie (TIVA). Zur Sicherung der Atemwege kommt entweder eine Kehlkopfmaske (Larynxmaske) oder ein Beatmungsschlauch (Tubus) zum Einsatz.

2. Regionalanästhesie

Innerhalb der Gruppe der Regionalanästhesieverfahren lassen sich folgende Methoden unterscheiden:

Periduralanästhesie/Spinalanästhesie

Die Periduralanästhesie ermöglicht Schmerzfreiheit für alle Eingriffe unterhalb der Schlüsselbeine an Oberkörper, Bauch, Becken, Unterleib und den Beinen.

Die Spinalanästhesie eignet sich für alle Eingriffe unterhalb des Nabels. Bei diesen Verfahren werden die vom Operationsgebiet zum Rückenmark führenden Nerven betäubt. Dazu wird ein Betäubungsmittel an einer bestimmten Stelle der Wirbelsäule in den Rücken, in die Nähe der Nerven, gespritzt. Das Bewusstsein bleibt erhalten. Selbstverständlich können Sie zusätzlich über die Vene ein Beruhigungsmedikament erhalten.

Plexusanästhesie / Nervenblockaden

Armplexusanästhesien sind bei Operationen an den Händen, Unterarmen und Ellenbogen und vereinzelt auch an Oberarmen und Schulter einsetzbar. Nervenblockaden kommen bei Operationen an den Knien oder an den Füssen zum Einsatz. Es besteht auch die Möglichkeit über einen Katheter Betäubungsmedikament kontinuierlich zu verabreichen. Wir setzen diese Verfahren häufig in Kombination mit einer Vollnarkose ein.

Schmerz ist absolut individuell. Eine optimierte Schmerztherapie beeinflusst den gesamten perioperativen Verlauf und hilft, z.B. Herz-Kreislauf-Komplikationen oder verlängerte Liegedauern zu vermeiden. Gleichzeitig kann sie die Entstehung von chronischen Schmerzen reduzieren. Eine gute Schmerztherapie steht, wie viele Patientenbefragungen gezeigt haben, ganz im Mittelpunkt der Patientenerwartungen.

Im Krankenhaus Tabea bieten wir Ihnen eine Varianz an Nervenblockaden und Kathetern, um Ihnen eine Schmerzfreiheit zu ermöglichen und Ihren Genesungsprozess zu beschleunigen. Unsere Mitarbeiter betreuen Sie postoperativ im Patientenzimmer, um die Katheter zu pflegen und zur Schmerztherapie aufzuspritzen, damit die Krankengymnastik und Reha-Maßnahmen erfolgreich durchgeführt werden können.

PCA

Bei dieser Form der Schmerztherapie wird das Schmerzmedikament über eine liegende Venenverweilkanüle appliziert. Die Menge wird vom Patienten selbst bestimmt und appliziert.

Dabei handelt es sich um ein sehr starkes Schmerzmittel vom Morphintyp. Eine individuell definierte Höchstmenge kann nicht überschritten werden kann.

Präemptive Analgesie

Die präemptive Schmerztherapie bedeutet, den Schmerz vor seiner Entstehung zu unterdrücken, anstatt ihn erst dann zu behandeln, wenn eine zentrale Sensibilisierung erfolgt ist. Wir setzen hierzu eine Kombination aus verschiedenen Wirkstoffen ein, die Ihnen vor der Operation appliziert wird.

Periduralanästhesie

Der Periduralkatheter ist ein 1-2 mm dünner, beweglicher Plastikschlauch, der durch die Zwischenwirbelräume in den Periduralraum, auf den Umhüllungen des Rückenmarks liegend, vorgeschoben wird. Dieser Katheter eignet sich für die Operationen an der Wirbelsäule.

In der Akutphase nach einer Operation bedarf ein Patient unter Umständen einer intensiven ärztlichen sowie pflegerischen Betreuung und Überwachung. Die Gründe hierfür können schwerwiegende Vorerkrankungen des Patienten oder eine umfangreiche, invasive Operation sein.

Mit der Einrichtung der Intermediate Care Unit ist im Krankenhaus Tabea eine Kompetenzeinheit geschaffen worden, die optimal und fachdisziplinübergreifend auf die Versorgung dieser Patientengruppen eingerichtet ist.

Patienten, die sich im Krankenhaus Tabea operieren lassen und nach der Operation von einer erweiterten Betreuung im Sinne einer Intensivtherapie profitieren würden, werden in der Vorbereitungsphase zur Operation für bestimmte Wochentage geplant, um diesen besonderen Anforderungen gerecht werden zu können.

Zur kontinuierlichen Kontrolle von EKG, Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Körpertemperatur und oftmals noch weiteren Vitalparametern halten wir an jedem Behandlungsplatz modernste Überwachungseinheiten vor und bringen diese bedarfsgerecht zur Anwendung. Die intensivmedizinischen Medikamente werden über elektronisch gesteuerte Medikamentenpumpen direkt intravenös verabreicht, so dass oft mehrere derartige Geräte neben dem Patientenbett aufgestellt sind. Auch stehen mehrere Beatmungsplätze zur Verfügung. Auch wenn wir jederzeit in der Lage sind, alle intensivmedizinischen Maßnahmen auf hohem medizinischen und technischen Niveau umsetzen zu können, liegt unsere Intension in der Vermeidung intensivmedizinischer Maßnahmen. Unsere gesamte perioperative Betreuung fokussiert auf den Einsatz von schonenden Verfahren, die insbesondere durch die hervorragende Absprache und professionelle Zusammenarbeit mit den Operateuren im Krankenhaus Tabea die Anwendung von intensivmedizinischen Verfahren nahezu regelhaft auch bei vorbestehenden stark beeinträchtigenden Vorerkrankungen vermieden werden können. Selbstverständlich kommen intensivmedizinische Verfahren sofort zum Einsatz, wenn diese erforderlich sind.

Insbesondere werden an bestimmten Tagen zunehmend umfangreiche und mit einem erhöhten Risiko verbundene Eingriffe geplant. Zu unserem Team gehören erfahrene Intensivmediziner und Intensivpflegekräfte, die in Kombination mit unseren modernen Behandlungsstandards - unterstützt durch modernste Technik - Ihre postoperative, qualitativ hochwertige, kompetente Betreuung sowie die damit verbundene entspannte Genesung und Rehabilitation gewährleisten.