Initiativen und Zertifizierungen

  • Zentrum für Orthopädische Chirurgie
  • Zertifiziertes Endoprothetik-Zentrum
  • Modernste Technologie

Zentrum für orthopädische Chirurgie

Als Spezialklinik für alle Erkrankungen des Bewegungsapparates ist das Krankenhaus Tabea weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Das Zentrum für Orthopädische Chirurgie arbeitet unterteilt in zwei eigenständige Hauptabteilungen:

In der Abteilung für Endoprothetik und Gelenkchirurgie werden jährlich mehr als 1.400 Eingriffe durchgeführt - von der Gelenkerhaltung bis hin zum Einsatz künstlicher Gelenke. Abgedeckt werden die Bereiche Hüfte, Knie, Fuß- und Sprunggelenk sowie Schulter und Ellenbogen. Wachsende Bedeutung hat vor allem die Revisionschirurgie, also Operationen, bei denen gelockerte, aber auch entzündete Prothesen ausgewechselt werden.

Die Abteilung für Wirbelsäulen- und Neurochirurgie bietet mit jährlich rund 800 Operationen ein breit gefächertes Leistungsspektrum – von der periradikulären Therapie (PRT) und Facettenvereisung (Kryotherapie) über die mikrochirurgische Behandlung von Bandscheibenvorfällen und die Entfernung von Tumoren bis hin zu komplexen Stabilisierungen der Wirbelsäule und chirurgischen Eingriffen an den peripheren Nerven. Zudem arbeiten wir als einzige Klinik Hamburgs mit dem sogenannten "O-Arm", eine Art mobiler Computertomograph, der Eingriffe an der Wirbelsäule und am zentralen Nervensystem mit ungeahnter Präzision ermöglicht.

Jahrzehntelange operative Erfahrung und der Einsatz etablierter und moderner Therapieverfahren sind die beiden Grundsäulen des EPZ (EndoProthetikZentrum) der Maximalversorgung des Krankenhaus Tabea.
Die Senior-Operateure Dr. Jens und Dr. Friesecke, sowie die Hauptoperateure Dr. Gauck, Dr. Siemssen (Vertragsarzt der Campus Orthopädie) und Dr. Verena Hilgen, bilden unser zertifiziertes Operateur-Team im Bereich des Gelenkersatzes und versorgen Patienten mit Krankheitsbildern aller Schwierigkeitsgrade – von den Erstimplantaten bis hin zu komplexen Prothesenwechseln. Dies schließt insbesondere auch die Erstversorgung bei angeborenen und erworbenen Fehlstellungen (zum Beispiel Dysplasie nach Unfall oder Voroperation), die Behandlung bei Verlusten knöcherner Substanz im Zusammenhang mit einer Prothesenlockerung (Knochenbank), sowie den Austausch der einliegenden Prothese bei Gelenkinfektionen ein.

Die Zertifizierung als EndoprothetikZentrum (EPZ) ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie. Zertifizierten Zentren wird durch die Definition von Behandlungsstandards und Bereitstellung aller erforderlichen strukturellen Voraussetzungen eine durchgängig hochwertige Versorgungsqualität bei der endoprothetischen Behandlung von Hüft- und Kniegelenken abverlangt. Darüber hinaus wird die Erfahrung des Chirurgen anhand der Anzahl durchgeführter Operationen bemessen. Sie als Patientin oder Patient können an dem erteilten Zertifikat erkennen, dass unser Zentrum sich intensiv mit dem Thema des künstlichen Gelenkersatzes auseinandergesetzt hat und die von der Fachgesellschaft auferlegten Qualitätsanforderungen erfüllt. Die Zertifizierung verpflichtet, die Behandlungsergebnisse der endoprothetischen Operationen konsequent zu überprüfen, Komplikationen zu erfassen und sich am Endoprothesenregister Deutschland zu beteiligen.

Der O-Arm im Krankenhaus Tabea

Bisher in gerade einmal 17 Einrichtungen in Deutschland im Einsatz – darunter fast ausschließlich Universitätskliniken und hochspezialisierte Wirbelsäulenzentren wie das des Krankenhaus Tabea –, findet unser Expertenteam um die Chefärzte Dr. Rolf Christophers  und Dr. Christian Möller-Karnick in einem der modernsten, mobilen Bildgebungs-Systeme mit integrierter Navigation für den neurochirurgischen Operationssaal die perfekte technologische Ergänzung.

Für Patient und Operateur birgt das vom Medizintechnikhersteller Medtronic installierte System gleichermaßen zahlreiche Vorteile: Für eine optimierte minimalinvasive Wirbelsäulenchirurgie leistet es wertvolle Dienste, denn es bietet zu jedem Zeitpunkt einen genauen Überblick und ermöglicht das millimetergenaue Einsetzen von Implantaten. Zudem erlaubt der O-Arm im Gegensatz zu vielen halboffenen Systemen („C-Bogen“) 360°-Aufnahmen. Diese werden während der OP über eine kreisförmige Kameraschiene aufgenommen und direkt mit dem Navigationssystem abgeglichen. So kann der Operateur zu jedem Zeitpunkt der Operation den Verlauf des Eingriffs überprüfen und notfalls direkt korrigierend tätig werden, anstatt wie sonst nach einer abschließenden späteren Kontrollaufnahme nach Ende der Operation. Die Kombination aus dem Navigationssystem „Stealth Station S7“ und dem O-Arm macht zudem eine minimale Strahlenbelastung für Patient und Operateur möglich.