Nerventumore
Bei den relativ seltenen Tumoren der Nerven handelt es sich meist um Neurinome (Schwannome) oder um Neurofibrome.Neurinome (Schwannome)
Zumeist gutartige Tumore, die sich aus Zellen der Nervenscheide (Schwann-Zellen) entwickeln. Sie kommen sowohl an den Nervenwurzeln, also in der Wirbelsäule, als auch an peripheren Nerven an anderen Stellen im Körper vor. Die im Spinalkanal gelegenen Neurinome führen durch langsames Wachstum zu einer Rückenmarksbedrängung und müssen operativ entfernt werden. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle können die Tumore komplett entfernt werden. Eine besondere Nachbehandlung – Bestrahlung oder Chemotherapie – ist in der Regel nicht erforderlich.
Neurofibrome
Neurofibrome treten als einzelne Tumore auf und verhalten sich ähnlich wie die Neurinome. Ein gehäuftes Vorkommen, oft in großer Anzahl, wird bei bestimmten erblichen Krankheiten beobachtet (Neurofibromatose, Recklinghausen-Krankheit). Die zumeist gutartigen Geschwülste können durch sorgfältige mikrochirurgische Techniken in aller Regel komplett entfernt werden, ohne dass es hierdurch zu einer Schädigung des Nervs kommt.
Krankheitsbild
Größere Nerven bestehen – ähnlich wie ein Elektrokabel – aus vielen „Adern“, sogenannten Faszikeln. Die Tumore bilden sich innerhalb des Nervs zwischen den Faszikeln, sind jedoch relativ selten.