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Hautkrebs

Der Volksmund unterscheidet meist nur zwischen „hellem“ (weißen) und „schwarzem“ Hautkrebs. Dies ist jedoch ungenau: Es ist durchaus nicht so, dass weißer Hautkrebs weniger gefährlich wäre als schwarzer. Ein tief in die Haut eindringendes weißes Plattenepithelkarzinom, das schon gestreut hat, ist für den Patienten gefährlicher als ein früh erkanntes, sehr dünnes Melanom. Wer einmal Hautkrebs hatte, hat statistisch ein erhöhtes Risiko, im Laufe seines weiteren Lebens noch einmal zu erkranken. Deshalb ist es wichtig, nach der Behandlung die fünf- bis zehnjährige Nachsorge wahrzunehmen.

Krankheitsbild

Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom)
Das maligne Melanom ist der bösartigste Hauttumor. Derzeit treten jährlich ca. 10 Neuerkrankungen je 100.000 Einwohner auf, wobei Frauen häufiger betroffen sind. Die Tendenz ist steigend. Das Durchschnittsalter beim Auftreten eines malignen Melanoms liegt bei 56 Jahren. Das maligne Melanom macht ca. 1 % der Krebstode in Deutschland aus.
Als sicherer Risikofaktor ist mittlerweile die Anzahl erlittener Sonnenbrände in der Kindheit anerkannt. Andere Risikofaktoren sind nicht eindeutig belegt. Wie gut die Heilungschancen beim Vorliegen eines Melanoms sind, hängt von der Tumordicke ab. Hierbei wird zwischen drei Kategorien unterschieden. Ein oberflächliches Melanom, welches die Membran zwischen Oberhaut und Unterhaut noch nicht durchdrungen hat, siedelt keine Tochtergeschwülste ab. Ein etwas höheres Risiko, aber immer noch sehr gute Heilungschancen haben Melanome, die nicht dicker als 1 mm sind. Noch dickere Melanome haben ein deutlich höheres Risiko, Tochtergeschwülste abzusiedeln.

Weißer Hautkrebs (Basaliom)
Das Basaliom oder auch Basalzellkarzinom ist der häufigste Tumor der Haut. Es treten jährlich ca. 300 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner auf. Männer sind deutlich häufiger betroffen, das Durchschnittsalter der Erkrankten liegt bei ca. 60 Jahren. Hauptrisikofaktor ist die Anzahl der im Leben erlittenen intensiven UV-Bestrahlungen. Basalzellkarzinome siedeln keine Tochtergeschwüre an, wachsen jedoch an der Stelle des Entstehens kontinuierlich weiter und zerstören die Umgebung.

Weißer Hautkrebs (Spinaliom)
An einem Spinalioms (auch: Stachelzellkarzinom) erkranken jährlich etwa 100 von 100.000 Menschen. Hierbei sind Männer deutlich häufiger betroffen, und das Durchschnittsalter der Erkrankten liegt bei ca. 70 Jahren. Die Entstehung von Stachelzelltumoren hängt von der Gesamtbelastung mit UV-Bestrahlung im Laufe des gesamten Lebens ab. Vorstufen des Stachelzelltumors sind sog. aktinische Keratosen: raue, gerötete Hautveränderungen, vor allem in dem Bereich des Kopfes, der dem Licht ausgesetzt ist. Das Spinaliom ist prinzipiell in der Lage zu metastasieren, tut dies jedoch selten und in der Regel auch erst bei einer ausgeprägten Tumordicke von über 1 cm.

Sonstige gut- und bösartige Tumore der Haut
Prinzipiell kann jede Zelle, die in der Haut vorkommt, bösartige Tumoren ausbilden. Die Hauttumoren, die von diesen Zellen ausgehen, werden nach ihren Ursprungszellen benannt. Sonstige Tumoren sind im Vergleich zum Melanom, Spinaliom oder Basaliom jedoch selten.

Behandelnde Ärzte

Diese Behandlungen werden von unseren Experten für Dermatochirurgie durchgeführt.

Dr. med. Guido Bruning
Chefarzt im Zentrum für Venen- und Dermatochirurgie

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