Akne inversa

Bei der Akne inversa handelt es sich um eine Erkrankung, die zu chronischen Entzündungen mit Eiterbildung in der Regel in den Achselhöhlen, den Leisten oder unter den Brüsten führt. Der Name Akne inversa ist historisch gewachsen. Ein echter Zusammenhang ist mit der im Volksmund bekannten Akne-Erkrankung, die häufig im Jugendalter auftritt, nicht herzustellen. Die Ursache für diese Erkrankung ist weiterhin unklar.

Die Diagnose der Akne inversa erfolgt für die Patienten häufig sehr spät, da die Entzündungen primär entweder in der Chirurgie oder Gynäkologie über Jahre hinweg als Abszesse behandelt werden. Es handelt sich um eine chronisch fortschreitende Erkrankung, wobei im Einzelfall nicht vorherzusagen ist, inwieweit sie bei jedem einzelnen Patienten voranschreiten wird. Sie verläuft in verschiedenen Stadien, wobei das Endstadium sich durch große chronisch entzündete, stark verhärtete, sehr entzündete Areale auszeichnet.

Therapie der Akne inversa

Eine individuelle Untersuchung und Beratung der Patienten ist Grundlage der erfolgreichen Therapie und erfolgt im Rahmen einer Spezialsprechstunde „Akne inversa“ an unserem Zentrum.

Basistherapie

Bei leichten Fällen der Akne inversa stehen im Vordergrund eine antiseptische Behandlung, z. B. mit Polyhexanid-Gel oder -Lösung sowie ein Verzicht auf die Körperrasur unter Umstellen auf ein Clipping der Haare. Ein eventuell vorhandener Nikotin-Konsum, der bei vielen Erkrankten das Voranschreiten der Erkrankung begünstigt, sollte eingestellt werden. Bei weiterem Voranschreiten steht zunächst eine langfristige antibiotische Therapie im Vordergrund, die heute leitliniengemäß mittels einer Kombinationstherapie aus Rifampicin und Clindamycin, jeweils 300 mg 2 x täglich über 3 Monate, erfolgt. Hiermit ist in der Regel schon ein deutliches Abklingen der Entzündungsreaktionen zu erreichen. Sollte dies zu einem ausreichenden Erfolg führen, ist dies auch die entsprechende endgültige Therapie.

Operative Therapie

Ziel der operativen Therapie ist es, die betroffenen Areale komplett zu entfernen. Hierbei besteht die Möglichkeit, den bestehenden Operationsdefekt entweder primär zu verschließen oder der Sekundärheilung, d. h. der langsamen Wundheilung, zu überlassen. Der Primärverschluss ist für den Patienten häufig schneller, führt jedoch zu einer höheren Zahl von Rezidiven (Wiederauftreten der Erkrankung) als die sekundäre Wundheilung.

Moderne medikamentöse Therapie

Als neue Therapieoption steht die Behandlung mit Biologicals, den TNF-alpha-Antagonisten, zur Verfügung. Diese kommen in Frage, wenn alle anderen Therapien keinen ausreichenden Erfolg bringen und die Erkrankung trotzdem voranschreitet oder die Krankheit insgesamt einen sehr stark progressiven Verlauf nimmt und an untypischen Stellen auftritt. Das Präparat, das hierzu verwendet wird, ist Adalimumab. Unter der Therapie mit Adalimumab kommt es häufig zu einer erheblichen Herabsetzung der Krankheitsaktivität. Es kann jedoch nach Absetzen der Therapie zu einem erneuten Aufflammen der Erkrankung kommen. Die Therapiekosten sind hoch, werden jedoch bei entsprechender Indikation von den Krankenkassen übernommen.

Unser Behandlungsspektrum

  • Individuelles Therapiegespräch bei der Erstuntersuchung und Erörterung aller konservativen und operativen Maßnahmen (inkl. Antibiose, Biological)
  • Stadiengerechte Operationsplanung gemäß Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
  • Je nach Stadium der Erkrankung primärer Wundverschluss oder sekundäre Wundheilung (Hurley II und III) Stationäre Behandlung inkl. modernster Wundversorgung und Vakuumversiegelungstechnik
  • Einführung in die postoperative Wundpflege auf der Station durch geschultes und motiviertes Pflegepersonal
  • Postoperative Überleitung in den ambulanten Bereich durch Organisation einer täglichen häuslichen Behandlungspflege zu Lasten der Krankenversicherung in enger Verzahnung mit den einweisenden Kollegen
  • Regelmäßige postoperative Wundkontrollen in unserer Hautambulanz
  • Fachgerechte Unterstützung bei versicherungsrechtlichen Fragestellungen (u. a. GdB, MdE)

Vereinbaren Sie einen Termin

  • Krankenhaus Tabea
    Kösterbergstraße 32
    22587 Hamburg

    T (040) 86692-100
    F (040) 86692-300

    Hautambulanz
    Mo, Mi, Do: 09:30 - 15:30 Uhr
    Di: 09:30 - 19:00 Uhr, Fr: 09:00 - 13:00 Uhr

  • Bitte mitbringen

    Wir bitten unsere Venenpatienten, diese beiden Fragebögen auszufüllen, auszudrucken und zum Termin mitzubringen.

     Venenfragebogen (547,4 KiB)

     MRSA-Fragebogen (536,4 KiB)

Weiterführende Informationen

Krankenhaus Tabea
Kösterbergstraße 32
22587 Hamburg

T (040) 86692-100
F (040) 86692-300

Vereinbaren Sie einen Termin zum Prämedikationsgespräch 

Für ambulante Operationen kann unter der Telefonnummer 040-866 92 284 (ab 10.00 Uhr) das Prämedikationsgespräch vereinbart werden.

Krankenhaus Tabea
Kösterbergstraße 32
22587 Hamburg

T (040) 86692-100
F (040) 86692-300

Endoprothetik und Gelenkchirurgie
T (040) 86692-241/-245
F (040) 86692-243

zocempfang@tabea-krankenhaus.de

Kontakt & Bewerbung
Wir freuen uns über Ihre Bewerbung
und sind gespannt, Sie kennen zu lernen

Leonie Wanke
Personalmanagement

lwanke@tabea-krankenhaus.de

Schmerztherapie
T (040) 86692-244
F (040) 86692-143

schmerzzentrum@tabea-krankenhaus.de

Krankenhaus Tabea
Kösterbergstraße 32
22587 Hamburg

T: 040 86692-100
F: 040 86692-300

Krankenhaus Tabea GmbH & Co. KG
Kösterbergstraße 32
22587 Hamburg

T: 040 86692-0
F: 040 86692-300
 

info@tabea-krankenhaus.de

Endoprothetik und Gelenkchirurgie
T (040) 86692-241/-245
F (040) 86692-243

Wirbelsäulen- und Neurochirurgie
T (040) 86692-240
F (040) 86692-143

zocempfang@tabea-krankenhaus.de

Krankenhaus Tabea GmbH & Co. KG
Kösterbergstraße 32
22587 Hamburg

T: 040 86692-0
F: 040 86692-300
 

info@tabea-krankenhaus.de