Vollstationäre Schmerztherapie im Krankenhaus Tabea

Multimodale Schmerztherape – was verstehe ich darunter?

Das bio-psycho-soziale Schmerzmodel bildet die Grundlage der Behandlung. Das heißt wir betrachten den Schmerz nicht eindimensional als reine Erkrankung, sondern setzen ihn immer in Beziehung zu individuellen körperlichen, seelischen und sozialen Folgen und Auswirkungen auf den Alltag. Dementsprechend besteht Ihre Behandlung aus ärztlicher Therapie, psychologisch übende sowie psychotherapeutische Verfahren, Physiotherapie und Schulungen zum Thema Schmerz.

Was ist das Ziel der Behandlung?

Sicherlich kennen Sie durch Ihre Erkrankung das Schaukelprinzip zwischen Hoffnung und Enttäuschung. Deshalb ist es wichtig die Ziele realistisch zu setzen. Bei lange bestehenden chronischen Schmerzen ist eine Schmerzfreiheit meistens nicht zu erreichen. Eine Schmerzreduktion um 50 Prozent wäre bereits ein guter Behandlungserfolg. Aktiv zu bleiben oder zu werden, eine Verbesserung der Lebensqualität und ggf. die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit sind die primären Ziele der multimodalen Schmerztherapie.

Wie lange dauert die Behandlung?

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass eine stationäre Therapie für 7 bis 10 Tage die besten Ergebnisse und anhaltende Effekte erzielt.

Was passiert während der Therapie?

Das Behandlungsprogramm wird individuell auf Sie abgestimmt und aus diesen Bausteinen zusammengestellt:

Ärztliche Behandlung

  • tägliche Visite
  • individuelles Gespräch und Diagnostik
  • Optimierung der medikamentösen Therapie
  • Akupunktur
  • Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS)

Psychologische Schmerztherapie

Unabhängig von der Ursache chronischer Schmerzen kann die Psyche einen Einfluss auf deren Stärke oder auf die Beeinträchtigung durch die Schmerzen haben. Wenn es einem besser geht, kann man auch besser mit seinen Schmerzen umgehen. Wenn es einem schlecht geht, werden die Schmerzen zu einer noch größeren Belastung. An diesem Punkt setzt die Psychotherapie chronischer Schmerzen an. Sie identifiziert individuelle schmerzförderliche und schmerzhinderliche Faktoren und hilft Ihnen diese zu verändern. Der Großteil der psychotherapeutischen Inhalte wird in Gruppensitzungen vermittelt. Hier profitieren Sie auch von den Vorschlägen und Erfahrungen der Mitpatienten. Diese Gruppensitzungen werden durch Einzeltherapien ergänzt.

  • Gruppen- und Einzelgespräche
  • Strategien zu Stress- und Schmerzbewältigung
  • Entspannungsverfahren (Progressive Muskelentspannung nach Jacobson)
  • Möglichkeiten zur Aktivierung und zum Transfer in den Alltag des Gelernten
  • Verbesserung des Umgangs mit schwierigen Situationen
  • Umgang mit Gedanken und Gefühlen in Schmerzsituationen

Sie erarbeiten während der psychologischen Schmerztherapie einen persönlichen Plan um Ihrem chronischen Schmerz etwas entgegenzusetzen. Das Ziel ist immer Ihr Leben, trotz chronischer Schmerzen, lebenswerter zu gestalten und dadurch auch vielleicht das Ausmaß der Schmerzen und die Beeinträchtigung durch den Schmerz zu verringern.

Physiotherapie und medizinische Trainingstherapie

Chronische Schmerzen sind immer verbunden mit funktionellen Defiziten und Schmerzquellen im Muskel-Sehnen-Faszien-Bereich. Durch spezielle Trainingstherapie wird eine Verbesserung der Alltagstauglichkeit erreicht.

  • Prüfung der Muskel- und Gelenkfunktion
  • Status der Muskeln, Sehnen und Faszien
  • Kraftanalysen
  • Work Hardening – fördert die motorischen Vorraussetzungen zur Bewältigung von alltagsmotorischen und berufsspezifischen Anforderungen
  • Spezifische Behandlungstechniken (zum Beispiel manuelle Therapie, Faszientherapie, kraniosakrale Therapie u.a.)

Unser Therapeutenteam wird gemeinsam mit Ihnen eine Behandlung durchführen und Strategien erarbeiten hin zu einem Weg in ein selbstbestimmtes Leben, in dem Sie Ihre Schmerzen im Griff haben und nicht umgekehrt.

In unserem Flyer zum Thema Stationäre Schmerztherapie finden Sie weitere Informationen.

Team

Chefarzt Wirbelsaeulenchirurgie Neurochirurgie Rolf Christophers

Dr. med. Rolf Christophers

Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulen- und Neurochirurgie

Sprechzeiten:

Täglich nach telefonischer Vereinbarung

Fax:
040 86692-143

Chefarzt Wirbelsaeulenchirurgie Neurochirurgie Christian Moeller-Karnick

Dr. med. Christian Möller-Karnick

Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulen- und Neurochirurgie

Sprechzeiten:

Täglich nach telefonischer Vereinbarung

Fax:
040 86692-143

Schilling-Chefarzt-Wirbelsaeulenchirurgie-Neurochirurgie

Dr. med. Jan Schilling

Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulen- und Neurochirurgie

Sprechzeiten:

Täglich nach telefonischer Vereinbarung

Fax:
040 86692-143

Dr. Jan Henrich Stork_Contao500.png

Dr. Jan-Henrich Stork

Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin

Fax:
040 86692-143

Lars Bohlmann_Contao180.png

Lars Bohlmann

Pflegerische Leitung Schmerztherapie

Dr. Karine Freudenblum_Contao180.png

Dr. Karine Freudenblum

Oberärztin

Anästhesie, spezielle Schmerztherapie, spezielle Intensivmedizin

Dr. Oliver Haye_Contao180.png

Dr. Oliver Haye

Oberarzt Wirbelsäulen- und Neurochirurgie

Wiebke Kaczmarek_Contao180.png

Wiebke Kaczmarek

Sportwissenschaftlerin

Dr. Sandra Kamping_Contao180.png

Dr. Sandra Kamping

Dipl.-Psychologin
Psychologische Psychotherapeutin (VT)

Dr. Tina Schleper_Contao_500_ohneHG.png

Dr. Tina Schleper

Oberärztin Anästhesie, spezielle Schmerztherapie, Notfallmedizin

Oberarzt Wirbelsaeulenchirurgie Neurochirurgie Matthias Wolff

Matthias Wolff

Oberarzt der Abteilung für Wirbelsäulen- und Neurochirurgie

Sprechzeiten:

Täglich nach telefonischer Vereinbarung

Fax:
040 86692-143