Teilstationäre Schmerztherapie im Krankenhaus Tabea

Die Therapie erfolgt nach einem multimodalen und multiprofessionellem Behandlungsplan im Rahmen des bio-psycho-sozialen Konzeptes des chronischen Schmerzes. Es enthält medizinische, psychotherapeutische und körpertherapeutische Anteile, schulende Elemente und Entspannungsverfahren. Die multimodale Schmerztherapie stellt eine wissenschaftlich belegte, ganzheitliche und intensive Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen dar. Es kommen Gruppen- aber auch Einzeltherapien zum Einsatz.

Wer ist geeignet?

Unser Behandlungsprogramm ist für Sie geeignet, wenn Sie an chronischen Bewegungschmerzen leiden und die bisherigen Behandlungen keinen anhaltenden Erfolg gezeigt haben oder eine beginnende oder bereits eingetretene Chronifizierung vorliegt.

Sie sollten in der Lage sein, selbstständig täglich in die Klinik zu kommen.

Wenn Sie an einer Behandlung in unserer Tagesklinik interessiert sind, sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt bzw. Ihrer Ärztin darüber. Danach melden Sie sich bei uns telefonisch an oder ihr Ärztin/Ihr Arzt schickt uns ein Anmeldefax (siehe unten) mit Informationen zu ihrem Fall und ihren Kontaktdaten.

Wer ist eher nicht geeignet?

Eher nicht geeignet ist eine Behandlung in folgenden Situationen:

  • bei schweren internistischen Erkrankungen (Herz-, Lungen-, Kreislauferkankungen)
  • bei Rückenschmerzen aufgrund von Tumoren oder Entzündungen
  • bei frischen Frakturen (bis 4 Monate)
  • Wirbelsäulen-Operationen oder andere größere Operationen in den letzten 4 Monaten
  • bei laufendem Rentenverfahren aufgrund der Schmerzen ist eine Behandlung vor Abschluss nicht sinnvoll

In diesen Fällen ist ggf. eine Vollstationäre Schmerzherapie für Sie besser geeignet, Informationen hierzu finden Sie ebenfalls auf unserer Homepage.

Ablauf

Die Behandlung findet während 4 Wochen täglich von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr statt.

In dieser Zeit werden wir mit Ihnen Strategien entwickeln, die die verschiedenen Aspekte des Chronischen Schmerzes betreffen.

Im Rahmen des Programms werden Ihnen in Patientenschulungen verschiedene Kenntnisse vermittelt, u.a. über die unterschiedlichen Arten von Schmerz, die Entstehung von Schmerz, die Funktionsweise der Wirbelsäule, aber auch die Zusammenhänge zwischen Schmerz und sowohl psychologischen als auch sozialen Faktoren.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die körperliche Aktivierung und dabei die Erarbeitung von konkreten Arbeits- und Alltagsbewegungen. Hierbei trainieren Sie entsprechend Ihren persönlichen Bedürfnissen und Anforderungen.

Auch Entspannungsverfahren kommen bei der Therapie Chronischer Schmerzen zum Einsatz. Wir werden mit Ihnen verschiedene Techniken üben, um Ihre Körperwahrnehmung zu verbessern und Anspannung im Alltag zu verringern.

Unabhängig von der Ursache chronischer Schmerzen kann die Psyche einen Einfluss auf deren Stärke oder auf die Beeinträchtigung durch die Schmerzen haben. Wenn es einem besser geht, kann man auch besser mit seinen Schmerzen umgehen. Wenn es einem schlecht geht, werden die Schmerzen zu einer noch größeren Belastung. An diesem Punkt setzt die Psychotherapie chronischer Schmerzen an. Sie identifiziert individuelle schmerzförderliche und schmerzhinderliche Faktoren und hilft Ihnen diese zu verändern. Der Großteil der psychotherapeutischen Inhalte wird in Gruppensitzungen vermittelt. Hier profitieren Sie auch von den Vorschlägen und Erfahrungen der Mitpatienten. Diese Gruppensitzungen werden durch Einzeltherapien ergänzt.

  • Gruppen- und Einzelgespräche
  • Strategien zu Stress- und Schmerzbewältigung
  • Entspannungsverfahren (Progressive Muskelentspannung nach Jacobson)
  • Möglichkeiten zur Aktivierung und zum Transfer in den Alltag des Gelernten
  • Verbesserung des Umgangs mit schwierigen Situationen
  • Umgang mit Gedanken und Gefühlen in Schmerzsituationen

Sie erarbeiten während der psychologischen Schmerztherapie einen persönlichen Plan um Ihrem chronischen Schmerz etwas entgegenzusetzen. Das Ziel ist immer Ihr Leben, trotz chronischer Schmerzen, lebenswerter zu gestalten und dadurch auch vielleicht das Ausmaß der Schmerzen und die Beeinträchtigung durch den Schmerz zu verringern.

In unserem Flyer zum Thema Teilstationäre Schmerztherapie finden Sie weitere Informationen.

Team

Schilling-Chefarzt-Wirbelsaeulenchirurgie-Neurochirurgie

Dr. med. Jan Schilling

Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulen- und Neurochirurgie

Sprechzeiten:

Täglich nach telefonischer Vereinbarung

Fax:
040 86692-143

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Dr. Jan-Henrich Stork

Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin

Fax:
040 86692-143

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Lars Bohlmann

Pflegerische Leitung Schmerztherapie

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Dr. Karine Freudenblum

Oberärztin

Anästhesie, spezielle Schmerztherapie, spezielle Intensivmedizin

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Dr. Oliver Haye

Oberarzt Wirbelsäulen- und Neurochirurgie

Wiebke Kaczmarek_Contao180.png

Wiebke Kaczmarek

Sportwissenschaftlerin

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Dr. Sandra Kamping

Dipl.-Psychologin
Psychologische Psychotherapeutin (VT)

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Dr. Tina Schleper

Oberärztin Anästhesie, spezielle Schmerztherapie, Notfallmedizin